AN-GE-DACHT

160603_Deckblatt

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchengemeinde,

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. (2. Mose 15,2)

Mit diesem Monatsspruch für den Juni grüße ich Sie. Nun ist das erste Halbjahr schon fast zu Ende. Wir arbeiten seit einigen Monaten wieder in einem vollen Mitarbeiterteam in den Kirchengemeinden. Wie das Bild auf dem Deckblatt zeigt, haben wir miteinander entdeckt, dass es hier viele Baustellen gibt. Reale Baustellen, davon ist einiges schon in den letzten Monaten realisiert worden und anderes steht auf dem Plan – Büroräume, Treppenhaus, Pfeilerköpfe – in Hagenow und Mauerwerk am Turm in Kirch Jesar. Hinzugekommen ist unverhofft auch das Thema Glocken in Hagenow. Denn eine Glocke kann nicht mehr geläutet werden, und wir müssen über einen Ersatz nachdenken.

Neben diesen realen Baustellen ist aber der Bau unserer Gemeinden noch dringlicher. Wie werden wir zu lebendigen Gemeinden, die hineinwirken in diese Welt, in der es so viel zu tun und so viel zu helfen gibt? Das Bibelwort für diesen Monat Juni und für die kommende Zeit legt uns eine Zusage an die Seite. Auf Gott können wir vertrauen, er ist unsere Stärke und unser Lied.

Kraft und Stärke brauchen wir als Kirchengemeinden für die realen Baustellen, aber noch viel mehr für den Bau unserer Gemeinden. Deshalb suchen wir auch Menschen mit Phantasie, Ideen und der Bereitschaft, sich in den Gemeinden aktiv einzubringen und mitzugestalten. Dazu gibt es Gelegenheit in den vorhandenen Kreisen, oder als Kandidatin oder Kandidat für die Kirchengemeinderatswahlen, um in diesen Leitungsgremien kritisch und konstruktiv mitzuwirken, oder vielleicht haben sie Ideen für neue Initiativen in unseren Gemeinden.

Kraft und Stärke brauchen Sie, liebe Leser in Ihrem täglichen Leben. Besonders dann, wenn es nicht so läuft, wie erhofft. Wenn sich Lebenspläne zerschlagen und schwere Schicksalsschläge Sie aus der Bahn werfen. Wir Menschen und wir als Kirchengemeinden brauchen Stärke, um beharrlich zu bleiben, um weiter unser Ziel zu verfolgen, oder um nicht aufzugeben und eine neue Richtung, einen neuen Plan zu entwerfen.

Aber wozu brauchen wir Lieder? Von den Sklaven Amerikas wissen wir, dass sie für Ihre Arbeit Lieder gehabt haben, damit sie Hoffnung hatten in ihrer schweren Notlage.  Daraus sind die Gospels entstanden, die wir noch in unseren Liederbüchern haben und gerne singen.  Diese Lieder haben nicht nur bewegend Texte, sondern im Singen dieser Melodien gibt es Ermutigung und Kraft, können wir nachfühlen und empfinden, was die Menschen bewegt hat.  Wenn Gott unser Lied ist, dann bekommen wir im Singen Kraft. Im Singen fühlen wir uns verbunden mit Ihm und mit den anderen Mitsängern. Im Singen spüren wir Hoffnung und Zuversicht.  So werden wir in diesem Sommer auch das Singen erleben – wir hier in unseren Gemeinden, zum Sommerfest in Kirch Jesar und zum Gemeindefest in Hagenow, oder wenn Sie im Sommer singend ihre Wege gehen.

Mögen wir als Gemeinden singend Gottes Kraft spüren beim Arbeiten und Bauen an unseren Gemeinden und Kirchen und mögen Sie, liebe Leser auch auf ihren eigenen Wegen Gottes Kraft spüren und seine befreiende Melodie hören und singen.

Ich wünsche Ihnen im Namen der Mitarbeiter der Kirchengemeinden Hagenow und Kirch Jesar einen gesegneten Sommer.

Thomas Robatzek, Pastor